Eignung eines Hochseetörns auf der Ostsee als Studienfahrt für einen Leistungskurs Erdkunde
von Christa Schlabing
Es bestehen zahlreiche Anküpfungspunkte zum Lehrplan:
- Oberflächenformen Mitteleuropas, ihre Gestaltung durch Wasser, Eis und Wind
Glazial und periglazial geformte Landschaften
Glazial- und Küstenmorphologie kann am Beispiel der Ostsee behandelt werden: Entwicklung der verschiedenen Küstenformen der Ostsee unter Bezug auf eiszeitliche und nacheiszeitliche Prozesse, wie z.B. die Formenbildung durch Brandung, Küstenströme, Meeresspiegelschwankungen, Landhebung und -senkung.
Neben einem allgemeinen Überblick über die Geschichte der Ostsee und ihrer Küstenformen bietet sich die exemplarische Behandlung eines Küstenabschnittes und/oder die vergleichende Betrachtung mehrerer Küstenbereiche im Exkursionsgebiet an.
Mehrere Anküpfungsmöglichkeiten.
- Veränderungen der Landschaft durch Eingriffe des Menschen
Die Behandlung des Ökosystems der Ostsee und seiner Gefährdung ist möglich, ebenso der Auswirkungen von Massentourismus und Landschaftsschutz am Beispiel entsprechender Küstenbereiche.
Fächerübergreifende Arbeiten mit der Biologie bieten sich an.
"Fundgruben" für Referatthemen für einen LK Erdkunde:
- Geographische Rundschau 11/1992
- Praxis Geographie 5/1990 und z.T. 6/93
Sicher sind interessante neuere Arbeiten von norddeutschen Universitätsstädten zu erfragen, auch über Internet.
Die Referate sollten soweit möglich und sinnvoll in der Vorbereitungsphase der Fahrt gehalten werden. Die Zeit während des Törns selbst ist begrenzt, durch die nötigen Arbeiten an Deck ebenso wie durch nicht vorhersehbare Faktoren wie z.B. Windstärke und -richtung.