bereitgestellt: 24. September 2000

Gedanken und Vorschläge zu einer Reform des naturwissenschaftlichen Unterrichts
von Klasse 1 bis 10

( © Friedlinde Krotscheck)


Übersicht:


Über die Notwendigkeit einer Reform des naturwissenschaftlichen Unterrichtes:

Der naturwissenschaftliche Unterricht kann verglichen werden mit einem traditionellen Kleidungsstück, welches man in Anpassung an die Zeiten an einigen Stellen geändert hat, hier und da geflickt aber niemals in Frage gestellt, ob es noch zeitgemäß ist als solches.

Die naturwissenschaftlichen Fachdisziplinen haben sich aus dem allgemeinen naturkundlichen Interesse der Philologen entwickelt; die Differenzierung in abgegrenzte „Fächer“ war ein Mittel, Ordnung in die heterogenen Phänomene zu bringen. Es besteht kein Zweifel, dass das Fachstudium sinnvoll ist.  Aber, ebenso wie heutzutage Forschung, nur noch in der Gruppe betrieben, sinnvoll ist und wegen der hohen Spezialisierung  auch disziplinübergreifend, ebenso muss das naturwissenschaftliche Lernen diese Entwicklungen wiederspiegeln. 

Die Bemühungen um integrativen Unterricht , fächerübergreifendes Lernen, neue Lernformen und alternative Bewertungsmethoden, all das sind Zeichen, die die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform ankündigen. Das bedeutet, die Diagnose ist gestellt, eine Behandlung verschrieben; aber die Ursache wird nicht beseitigt, weil nicht erkannt und so fügen sich viele Reförmchen an Unterrichtsversuchsreihen bis hin zur „inneren Schulreform“ als „Heftpflasterkur“.

Für alle drei Schultypen und Gesamtschulen gilt:

  1. Dieser Umdenkungsprozess muss in Klasse 1 beginnen und durch eine verlässliche und ausreichende Stundenanzahl pro Woche kontinuierlich garantiert werden.

  2. Die Lernziele für die Abschlüsse nach der 9. und 10. Klasse haben ihren Schwerpunkt in dem Erreichen  vorwiegend operationaler Lernziele aus dem angewandten naturwissenschaftlich-sozialen Bereich.

  3. Die Spezialisierung setzt erst ein, wenn ein breites Grundlagenwissen und die technischen  Fertigkeiten vorhanden sind, in Klasse 11 oder 12, je nach Jahr des Hochschulreife-Abschlusses.

  4. Im Zentrum steht der Mensch als ein Teil des Universums.

 

Allgemeine Richtlinien für den naturwissenschaftlichen Unterricht sollen sein:

 

Die Primarstufe:

Die Mittelstufe:

Die Oberstufe:

 


Die Autorin dankt für Feedback, Anregungen und konstruktive Kritik

Email: Friedel.Krotscheck@t-online.de

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