Übersicht
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| Gram-Färbung einer Mischkultur
von E.coli (hellrot-rosa, gram-negativ) und Bacillus megatherium (dunkelblau-violettschwarz, gram-positiv). |
Die von dem Arzt Christian Gram 1884 entwickelte Färbemethode hat eine wichtige Bedeutung in der Bakteriensystematik. Gram-positive Bakterien haben ein besonders dickes Mureinnetz in der Zellwand, was die Farblackabgabe beim Entfärben verhindert. Gram-positive Bakterien erscheinen violett-schwarz; gram-negative hellrot.

Der eigentlichen Gramfärbung geht eine Hitzefixierung voraus.
Material
(pro Gruppe):
Übernachtkulturen
oder Agarkulturen von Bakterien,
z.B. B.megaterium (+) und E.coli (-)
Brenner
2 Objektträger mit Deckglas
2 Tropfpipetten oder 2 Glasstäbe
Spiritus
Papiertücher
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Material
(pro Gruppe):
Hitzefixierte
Bakterien
Färbewanne oder Papiertücher
Spiritus
LUGOLsche Lösung
Grams Carbol-Gentianaviolettlösung
(Kristallviolettlösung)
Gram's Safraninlösung
Immersionsöl
Mikroskop
Tropfpipetten
Färben
Auftragen
von 1-2 Tropfen Kristallviolettlösung,
3 Minuten einwirken lassen.
Beizen
Farblösung
nicht abspülen, sondern abgießen
Zwei- bis dreimal mit LUGOLscher Lösung nachspülen (Tropfpipette)
Dann LUGOLsche Lösung 2 Minuten einwirken lassen
Abgießen; nicht mit Wasser spülen
Entfärben
Auf
schräg gehaltenem Objektträger mit Spiritus spülen (Tropfpipette), bis
keine Farbwolken mehr sichtbar sind (nur wenige Sekunden).
Unterseite des Objektträgers mit Papiertuch reinigen.
Gegenfärbung
2
- 3 Tropfen Safraninlösung auftragen.
Nach 5 Minuten die Safraninlösung abgießen.
Erst mit Leitungswasser; dann mit Aqua dest. spülen.
Präparat
an der Luft trocknen lassen!
Mikroskopieren
Ölimmersion
ohne Deckglas!
H.
Bayrhuber und E. Lucius: Handbuch der praktischen Mikrobiologie und
Biotechnik
Bd.1 Schroedel Verlag 1997